Steuern in Schlangen 1642

Im Gemeindeboten, Ausgabe Nr. 1 vom 01. März 1955, druckten die Herausgeber (Gemeinde Schlangen) einen Auszug aus dem „Verzeichnis des Amtes Horn, was jeder monatlich ordinari, wie arm er doch sei, contribuieren muß.“ – einem alten Steuerregister vom 15. Februar 1642.

Dieses Register von 1642, gute 6 Jahre vor Ende des Dreißigjährigen Krieges, zeigt deutlich auf, welche verhehrenden Folgen dieser Krieg auf die Bewohner der damals 62 Hausstätten Schlangens hatte. Nur noch rund 20 Hausstätten waren bewohnt und viel Hab und Gut war nicht mehr vorhanden. Während zu Begin des Krieges noch 80 Pferde, 159 Kühe und 68 Rinder zu zählen waren, gab es 1642 nur noch 5 Pferde, 24 Kühe, 7 Rinder und 1 Zeige auf den Hausstätten.

Das Verzeichnis zeigt die monatliche Kriegssteuer auf und teilt die damaligen Abgaben in die gültige Währung. Damals rechnete man 6 Pfennige zu einem Groschen und 36 Groschen zu einem Taler.

Die Abschrift der Steuerliste aus dem Gemeindeboten 1 habe ich digital erfasst und die Ausgabe gibt es hier als PDF-Dokument.