Stand der Dinge: Ising

Im Moment reichen die direkten männlichen Vorfahren bis in das 16. Jhdt. zurück – der derzeit letzte, urkundlich nachweisbare, männliche Vorfahr in der langen Ahnenreihe ist Rab Luther (von) Schilder, Landkomtur des Deutschen Ordens in der Kommende Mülheim. (Von) Schilder hinterließ mit seiner Konkubine Magdalena Krops auf dem Hofe Ising in Mülheim neben weiteren Kindern eine uneheliche Tochter, Anna Schiller.

Rab Luther wurde zunächst am 04.07.1623 in den Deutschen Ritterorden aufgenommen, übernahm 1629 als Komtur die Kommende Welheim und führte von 1632 bis 1651 die Kommende Mülheim an der Möhne als Komtur und Statthalter.

Sein Bruder Ernst feierte seine Aufnahme in den Orden am 22.11.1638, führte 1640 die Kommende Osnabrück (Komtur), 1651 auch als Statthalter. Bis zu seinem Tod am 10.04.1674 fungierte er als Komtur in Virnsberg.

Rab Luthers uneheliche Tochter Anna Schiller heiratete 1644 den Kommendeschreiber Hermann Arns, der dann in den Schriften als Hermann Ising auftaucht und damit den Namen des Hofes angenommen hatte auf dem sie lebten. Dieser Hof taucht in der Heimatgeschichte des Kirchspiels Sichtigvor (www.sichtigvor.de) bereits deutlich früher als 1599 als „Ising“-Hof auf. Später wird dieser auch nach seinem zwischenzeitlichen Besitzer als „Berghoff“-bezeichnet. Dieser Hof besteh heute noch und ist bewohnt.

Bereits in frühen Schatzungslisten tauchen Isings und Isincks mit Abgaben auf, die jedoch nicht mehr in Verwandschaft gesetzt werden können. Demnach konzentrieren sich die weiteren Forschungen nun weiter in Richtung der Abstammung der Schilder Brüder. Da zum damaligen Zeitpunkt bereits Ahnenproben (Nachweise der Adeligkeit) an den Orden erbracht werden mussten um aufgenommen zu werden, müssen Ernst und Rab Luther ebenfalls bereits adliger Abstammung sein. Vermutlich liegen ihre Wurzeln in der Familie der Domherren und Erbkämmerer Schilder, die als Lehen den Hof in Himmighausen bewohnten.

Die Informationen aus dem Zentralarchiv des Deutschen Ordens in Wien bezüglich Rab Lutter (von) Schilder und seinem Bruder Ernst sind leider nicht sehr weitreichend. In einem frühen Bestandsbuch des Archives habe ich jedoch den Hinweis gefunden, dass Ernst (von) Schilder eine Ahnenprobe bzw. einen Stammbaum mit 10 Generationen nachwies und dieser sich noch im Archiv in Wien befinden muss.

Es handelt sich um den Stammbaum des Ritters Ernst Schilder – lt. dem Buch „Deutsche Adelsproben aus dem Deutschen Ordens-Central-Archive“ von 1867 – geschrieben von Pater Leopold Nedopil (dem damaligen Archivar) – befindet sich ein Stammbaum mit 10 Ahnen des Erst Schilder im Archiv. Im Buch der Eintrag auf Seite 213 unter der laufenden Nummer 5717 auf.

Originaleintrag: „Stammbaum des Ernst Schilder auf 10 Ahnen. Adelsgeschlechter: Schilder, Quernheim, Amelunxen, Twiste, Exterde, Hörde, Haxthausen, Wettberg, Oynhausen, Hoberg. Cop. auf Pap. 1595“.

Fortsetzung folgt…