Schlänger Ehrenhain

UPDATE: Heute (01.04.2010 – kein Scherz) berichtete die Schlänger Zeitung über die Pläne den Ehrenhain in einen würdigen Zustand zu bringen. Die Arbeiten sollen bis 2012 abgeschlossen sein.

Früher war der Ehrenhain an der Feuerwehrhalle in Schlangen ein Friedhof. Vor der offiziellen Einweihung im Jahre 1847 wurde alle Beerdigungen aus dem Kirchspiel Schlangen auf dem „Totenhofe“ an der Kirche durchgeführt. In einer Chronik von C.W. Isermann heißt es

„Im Jahre 1845 ist in der Nähe des Dorfes, links von Chaussee nach Lippspringe, ein neuer Totenhof für die Schlangener und die Bewohner der Heide bei Oesterholz angelegt und 1847 in Gebrauch genommen“.

Schon 1889 bekam Schlangen einen weiteren Friedhof.

Der „alte Friedhof“ an der Wagenhalle wurde 1923 zum Ehrenhain, einer Stätte zum Gedenken an die Opfer des ersten Weltkrieges.

Das dort stehende Denkmal (auf dem Bild der obere Teil) wurde damals vom akademischen Bildhauer Guntermann aus Bielefeld entworden. Die Bildhauer Vossen (Hannover) und Waterbeck (Horn) arbeiteten rund 7 Wochen an der Fertigstellung der Plastik. Die Gesamtkosten beliefen sich damals auf rund 1,5 – 2 Millionen Mark und die feierliche Einweihung fand Pfingsten 1923 statt. Das Geld für das Denkmal wurde größtenteils durch Spenden, Lichbildvorträgen etc. aufgetrieben.

Schade ist, dass der heutige Ehrenhain nur oberflächlich schön ausschaut… alte Grabkreuze sind überwuchert, liegen zerbrochen am Boden oder sind einfach umgeworfen (seit Jahren, wie es ausschaut)… Mit der Würde des Platzes, wie auf dem Schild gefordert, hat der Anblick leider wenig zu tun. Weitere Bilder nach dem Klick …