Schlangen – kleine Anmerkung

Bereits am 06. Mai 2008 erschien in der Schlänger Zeitung ein Artikel zur Entstehung des heutigen Ortsnamens Schlangen. Unter der Überschrift „Lengi lässt Schlangen altern“ (vollständiger Artikel unter http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/regional/lippe_rss_erg.php?id=17950) wird die Ableitung des Namens erklärt.

Hier meine kleine Anmerkung dazu:

In Wilhelm Obermüllerīs Buch „Deutsch-Keltisches, Geschichtlich-Geographisches Wörterbuch Deutschlands“ , Erster Band – herausgegeben in Leipzig von Ludwig Denicke im Jahr 1868 steht auf Seite 143 folgendes zu Schlangen/Oesterholz geschrieben:

„Die drei Orte Oesterholz, Schlangen und Haustenbeck führen keltische Namen: Oester von uast/Wald und er/gross, Holz ist die Ubersetzung; Schlangen gezischt für di-llan / kl. Feldschuppen, und Haustenbeck, Waldbach von uast/Wald, ean/Wasser, Beck oder Bach ist die Übersetzung davon.“

Vergleicht man dazu in der Geschichte die Zeit um 800 – 700 v.C. und die Verdrängung der Kelten durch die Sugambrer (Germanen) liegt eine Ablösung der keltischen Ortsnamen nah. Eine Anlehung an die keltischen Namen wie z.B. bei „Lippe“ (Lupias) oder Emscher (Ambiscara) kann auch im Bezug auf Schlangen angewandt werden.