Kurzfassung

Eine Kurzfassung der Geschichte „Klöpping in Schlangen“ gibt es eigentlich nicht, dazu ist der Familienname auch heute noch viel zu präsent und würde sicher zahllose Seiten füllen. Dennoch: Fritz Heil machte sich vor langer Zeit die Mühe und übertrug die schlecht lesbaren Kirchenbücher der ev. Kirchengemeinde Schlangen auf lesbare Karteikarten (rund 25.000 Stück!!!) und dokumentierte damit quasi die Familiengeschichte viele Schlänger Familien.

Nach und nach veröffentlichte er auch im Schlänger Boten kleine Zusammenfassungen zu einzelnen Familiennamen. In der Serie „Schlangens Familiengeschichte“ schrieb er in der Ausgabe 24 vom Dezember 1978 über die Familie Klöpping:

Ub der Steuerliste von 1642 heißt es: Halbspänner Henrich im Sandrade drei kleine Kinder verwuchen, in fremden Orten, das Haus ganz verfallen, die Leute liegen ganz wüste, gibt nichts.

Mit der Bezeichnung „Sandrade“ ist die im heutigen Dedinghauser Weg gelegene Ortslage der Hofstelle gemeint. 1656 in der Liste der leibeigenen Kinder fehlt dieser Familienname. Die Hofstelle ist also noch nicht wieder aufgebaut und besetzt.

1697 bei der Aufstellung des Kirchenbuches wird unter Nr. II (offenbar Leibzucht) Witwe Margaretha Klöpping, geb. 1615 angeführt. Der Ehemann Henrich und 2 der obengenannten Kinder sind verstorben. Der 1655 geborene Sohn Christoph wird unter der Nr. XXXVIII als Besitzer der Hofstelle angeführt, die später die Hofstelle Nr. 14 erhält.

Die Linie setzt sich in 6 Generationen im Mannesstamm fort. Der letzte Besitzer ist der 1836 geborene Heinrich Friedrich Konrad Klöpping. Keines seiner Kinder übernimmt die Hofstelle. Sie geht in den Besitz eines nachgeborenen Sohnes der gegenüberliegenden Hofstelle Nr. 1 Hanselle über.

Nachgeborene Söhne der Familie Klöpping gründen neue Hofstätten, so daß diese Familie bald die zahlenmäßig stärkste in Schlangen wird. Es entstehen im Pfarrkamp die Hofstellen 88, 90 und 97. Bald folgen 100, 105, 108, 110, 122; weiter sind genannt 153, 170, 178, 193, 257, 263, 273. Ein Zweig zieht nach Kohlstädt und siedelt sich dort an.

Daneben gibt es aber noch Träger dieses Namens, die blutmäßig nicht mit der alten Familie verwandt sind. Johann Jürgen Christoph Klöpping, geb. 1778, stirbt 1831. Der Sohn dieser Ehe übernimmt die Hofstelle später. Die Witwe heiratet Joh. Friedr. Conrad Haase. der den Namen Klöpping nanimmt. Diese Ehe hat keine Kinder. Nach dem Tode der Ehefrau heiratet der Witwer erneut. Dieser Ehe entstammen mehrere Söhne, die wohl den Namen Klöpping tragen, aber blutsmäßig nicht dazugehören. Sie gründen eigene Hofstellen und pflanzen sich fort. Nach dem Aussterben der Familie Hartmann in Schlangen Nr. 7, erwirbt Johann Friedrich Christoph Klöpping, ein nachgeborener Sohn von Nr. 14, diese Hofstelle und nennt sich Hartmann.